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18.09.2020

Neues 3D-Drucksystem für Hybridmaterialien

Forschungskooperation: Das Department für Kunststofftechnik hat gemeinsam mit dem Department Werkstoffwissenschaft an der Montanuniversität Leoben einen 3D-Drucker angeschafft, mit dem unterschiedliche Keramiken sowie Kunststoffe und sogar Metall verarbeitet werden können - bei Bedarf sogar gleichzeitig!

Als erste österreichische Hochschule verfügt die Montanuniversität Leoben ab sofort über einen 3D-Drucker für Hybridmaterialien. Das im Inland produzierte Gerät CeraFab 7500 (Firma Lithoz GmbH) ermöglicht die Fertigung von komplexen, stabilen und hochauflösenden 3D-Objekten aus verschiedenen Werkstoffen. Gedruckt werden können unterschiedliche Keramiken ebenso wie gefüllte und ungefüllte Polymere sowie hochviskose Formulierungen generell, wodurch der Einsatz in anderen Bereichen (z. B. Metall bzw. Werkstoffkombinationen) möglich ist.

Übergabe 3D Drucker Lithoz

Die Übergabe des 3D-Druckers: v.l.n.r. Montanuni-Rektor Wilfried Eichlseder, Assoz.Prof. Dr. Thomas Grießer, Lithoz-CEO Dr. Johannes Homa, Univ.-Prof. Dr. Raul Bermejo Moratinos.
 Foto-Credit: Montanuni/Bendl

 

Die Forschung in Leoben soll dazu beitragen, Designrichtlinien in Bezug auf Struktur- und Funktionseigenschaften für künftige 3D-gefertigten Materialien zu entwickeln. „Konkrete Beispiele dafür sind Hochleistungskeramiken für die Biomedizin wie z. B. Zahnimplantate oder Hüftgelenke, 3D-Architekturen mit eingestellten Funktionseigenschaften wie beispielswiese Dielektrika bzw. Piezoelektrika für die Mikroelektronik, Kühlkörper für die Elektronikindustrie oder auch gefüllte Photopolymere für die additive Fertigung von Brillengestellen oder Zahnersatzmaterialien“, führt Assoz.Prof. Dr. Thomas Grießer vom Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe an.