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23.07.2019

Zusammenarbeit mit ECUST Shanghai weiter vertieft

Seit Jahren besteht zwischen dem Department für Kunststofftechnik und der ECUST Shanghai - East China University of Science and Technology - eine Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Bachelor-Studierenden: Im Frühjahr/Sommer 2019 waren wieder einige Studierende aus China in Leoben zu Gast, um hier ihre Bachelor-Arbeit zu verfassen.

v.l.n.r. Zheng, LIN, Ning, DING.  Danyan, ZOU, Wenhao, MA, © Kunststofftechnik Leoben

Die Studierenden der ECUST Shanghai arbeiten in Leoben an ihrer Bachelorarbeit:
v.l.n.r. Zheng, LIN, Ning, DING.  Danyan, ZOU, Wenhao, MA
© Kunststofftechnik Leoben

 

Lin, Ding, Zou und Ma waren während ihres Aufenthalts aktiv in die Forschungsaktivitäten an den Lehrstühlen für Chemie der Kunststoffe, Kunststoffverarbeitung, Verarbeitung von Verbundwerkstoffen und Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe integriert und beschäftigten sich unter anderem mit den Funktionalitäten von Kunststoff- und Glasoberflächen, dem PIM-Verfahren, mit Biopolymeren für Lebensmittelverpackungen sowie der Permeabiliät von Verstärkungsfasern bei Composites. 

 

 Im Frühjahr/Sommer 2019 waren wieder einige Studierende von der ECUST Shanghai in Leoben zu Gast, um hier ihre Bachelor-Arbeit zu verfassen. © Kunststofftechnik Leoben

Wenmao Ma beschäftigte sich am Lehrstuhl für Chemie der Kunststoffe mit der Modifizierung von Glasoberflächen und Kunststoff-Folien. Dazu wurden Silane mit unterschiedlichen funktionellen Gruppen in einem Sol-Gel Verfahren aufgebracht. Die Oberflächen wurden mittels Wasserkontaktwinkel als auch mittels ATR-IR und XPS Spektroskopie hinsichtlich ihrer chemischen Modifizierung untersucht.

Danyang Zuo untersuchte im Rahmen seiner Arbeit am Lehrstuhl für  Kunststoffverarbeitung den Einfluss des Druckes auf das rheologische Verhalten eines kommerziellen PIM-Feedstocks. Das PIM-Verfahren (en. „powder injection moulding“; Pulverspritzgießen) wird zur Herstellung einbaufertiger oder endkonturnaher gesinterter Formteile aus Metall oder Keramik verwendet. Für eine erfolgreiche Auslegung der PIM-Bauteile und Optimierung des PIM-Prozesses ist die genaue Kenntnis des Fließverhaltens von Polymerschmelzen unverzichtbar, hier setzte Zuos Bachelorarbeit an.

Lin, Ding, Zou und Ma sind während ihres Aufenthalts aktiv in die Forschungsaktivitäten an den Lehrstühlen für Chemie der Kunststoffe, Kunststoffverarbeitung, Verarbeitung von Verbundwerkstoffen und Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe integriert. © Kunststofftechnik Leoben

Zheng Lin forschte an technischen Biopolymeren und ihrem Potenzial als Verpackungen für beispielsweise stilles Wasser, kohlensäurehaltiges Wasser und Erfrischungsgetränken sowie Wein, Milch und Joghurt. Der Schwerpunkt lag dabei auf biobasiertem Polyethylenterephthalat (Bio-PET), Polyethylenfuranoat (PEF) und Polymilchsäure (PLA), diese Bio-Kunststoffe analysierte Lin am Lehrstuhl für  Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe in Bezug auf Synthese, Einsatzgebiete, Materialeigenschaften und Recyclingfähigkeit sowie Produktionskapazitäten und Lieferanten. 

Am Lehrstuhl für  Verarbeitung von Verbundwerkstoffen beschäftigte sich Ding Ning mit dem Liquid Composite Moulding (LCM) -Verfahren, bei dem trockene Verstärkungsfasern in eine Form eingelegt und anschließend mit Harz infiltriert werden. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit führte sie Experimente zur Charakterisierung der Permeabilität (also der Durchlässigkeit für die Tränkung mit Fluiden) durch. Sie befasste sich auch mit der Verfolgung der Ausbreitung der Fließfront für Vorformlinge mit variierender Dicke.