Roland Schlüter studiert an der EEIGM – École Européenne d’Ingénieurs en Génie des Matériaux der Université de Lorraine in Frankreich. Die internationale Hochschule für Werkstofftechnik ist Teil eines europäischen Hochschulkonsortiums, dem auch die Montanuniversität Leoben angehört.
In Leoben arbeitet Roland im Rahmen des Projekts CircularBioMat, das biobasierte Materialien als Alternative zu konventionellen, fossilbasierten Polymeren für Anwendungen im Bauwesen untersucht.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht ein Materialsystem, das eine biobasierte Polyethylen-Matrix mit nachwachsenden Naturfasern kombiniert. Ziel ist es, die Eigenschaften dieser Materialien gezielt zu untersuchen und ihr Potenzial für nachhaltigere Anwendungen im Baubereich zu bewerten.
Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt liegt auf einer praktischen Herausforderung bei der Verarbeitung natürlicher Fasern: Feuchtigkeit. Roland untersucht, wie die Fasern getrocknet werden können, ohne ihre Eigenschaften zu beeinträchtigen, und welchen Einfluss der Feuchtigkeitsgehalt auf das Compoundieren und das Spritzgießen hat.
Denn ein nachhaltiger Werkstoff muss nicht nur ökologisch vielversprechend sein. Für einen Einsatz in der industriellen Praxis muss er ebenso verarbeitbar, reproduzierbar und für etablierte Fertigungsverfahren geeignet sein.
Mit seinem Forschungsaufenthalt trägt Roland zur internationalen Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Werkstoffwissenschaft, Polymerverarbeitung und Nachhaltigkeit bei.
Wir freuen uns, Roland an der Montanuniversität Leoben willkommen zu heißen und seine Forschungsarbeit im Rahmen von CircularBioMat zu unterstützen.



